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Klostergarten

Eingebettet in die Landschaft des mittelsächsischen Hügellandes und umflossen von der Zwickauer Mulde liegt auf einem Bergsporn das über achthundert Jahre alte Kloster Zschillen (Wechselburg). Denkmäler dieser langen Geschichte sind die spätromanische Klosterkirche als eindrucksvolles Zeugnis christlichen Glaubens und der Landschaftspark aus dem neunzehnten Jahrhundert.

Im Jahr 2006 entstand der Gedanke, auf den zwischenzeitlich völlig verwilderten Terrassen des alten "Lustgartens" mit einem neu ange- legten Kräuter-, Gewürz- und Blumengarten ein Stück Kulturgeschichte lebendig werden zu lassen. Dazu wurde im Wesentlichen auf zwei Quellen zurückgegriffen: den so genannten "Hortulus" des Walahfrid, genannt Strabo, (Abt des Benediktinerklosters Reichenau 838-849) und den "Paradiesgärtlein" der deutschen Kunst des fünfzehnten Jahrhunderts.

Der erste Gartenbereich, der "Klostergarten", entspricht in seiner Anlage etwa dem Hortulus des Klosters Reichenau. 

 

Der Pflanzboden ist wie damals hoch aufgeschüttet und mit Brettern abgestützt. Bei der Anordnung der Beete spielt die Zahl Vier als Symbolzahl für die irdische Welt (vier Himmelsrichtungen, vier Elemente, vier Jahreszeiten usw.) eine Rolle. Der als Brunnen gestaltete Teich in der Mitte weist auf die Bedeutung des Wassers als Ursprung des Lebens in der christlichen Tradition hin. An Pflanzen finden sich hier nicht nur altbekannte Gewürz- und Heilpflanzen, sondern auch solche, deren Namen und Verwendung heute nicht mehr so geläufig sind, wie beispielsweise Weinraute, Andorn, Muskatellersalbei und Odermennig.

Über eine kleine Treppe gelangt man in den zweiten Gartenbereich, den "Paradiesgarten" .

Als "geschlossener Garten" ("hortus conclusus") verbinden sich hier die Motive des Mariengartens mit dem Giardino segreto der italienischen Renaissance. Um eine "Rasenbank" in der Mitte ordnen sich symmetrisch angelegte, von niedrigen Buchsbaumhecken eingefasste Beete. Bei der Auswahl der Pflanzen spielten vor allem mittelalterliche Vorstellungen eine Rolle. Die Gartenvorstellungen der Menschen gingen über die sichtbare Welt hinaus. Die Pflanzen hatten Symbolcharakter und wiesen auf Tugenden und Eigenschaften Jesu Christi und Marias hin. So blühen hier beispielsweise Akelei (Erhabenheit und Demut) und Madonnenlilie (Reinheit). 

Der Klostergarten ist täglich von 8 bis 19 Uhr für Besucher geöffnet. Mit Rollstuhl ist der Garten leider nicht zugänglich. Im Winter bleibt der Garten geschlossen.

Gartenführungen für Gruppen ab 10 Personen können Sie bei Frater Victor Lossau OSB unter Mail oder Tel. 037384 808-13 anmelden. 
Grundpreis bis 25 Personen: 45 €, je weitere Person: 1,80 €

Weitere Termine für Führungen in Klostergarten und Schlosspark finden Sie auf der Veranstaltungsseite des Heimat- und Verkehrsvereins "Rochlitzer Muldental" e.V.


Der Garten wurde vom Kloster Wechselburg mit dem Landkreis Mittelsachsen und Fördermitteln errichtet.

           



Kontakt:
Frater Victor Lossau OSB
Tel. 037384 808-13
Mail

 
Spendenkonto:
Kloster Wechselburg
Kto. 140 010 723
Volksbank Mittweida
BLZ: 870 961 24
"Klostergarten"



Muskatellersalbei



Odermennig



Akelei

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