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St. Michael
Burgstädt


Die Filialkirche St. Michael in Burgstädt, Lessingstr. 2


Ein Zeitdokument
Um ca.1378/1380: Erstes christliches Leben in unserer Umgebung und einfache Versammlungsstätten, als Vorläufer heutiger Kirchenbauten erstmals urkundlich erwähnt. Später sind wenig Informationen weiter überliefert worden.

Am 17.4.1933, dem 2. Osterfeiertag, fanden die ersten Missionsgottesdienste in Burgstädt, als Außenstelle von der Pfarrei „Johannes Nepomuk“ Chemnitz statt.
1946 wurde die Pfarrvikarie mit ihrem Schutzpatron dem „Heiligen Michael“ in Burgstädt errichtet. Ihr erster Vorsteher war Herr Pfarrer Ernst Warg. Regelmäßige Gottesdienste fanden seitdem in der evangelischen Friedhofskapelle auf dem Waldfriedhof in Burgstädt statt.
Dieser Zustand war aber auf Dauer nicht haltbar, zumal durch Zuwanderung von Flüchtlingen und Zuzug die Gläubigenzahl immer mehr anwuchs.
Bereits 1956 kamen Bestrebungen nach einer eigenen Kirche durch Herrn Pfarrer Warg und dem damaligen Pfarrgemeinde- und Kirchenrat in Gang. 1958 konnte Herr Pfarrer Warg seinem Nachfolger, Herrn Pfarrer Wolfgang Melzer die Vorverhandlungen zum Ausbau eines Gottesdienstraumes aus einem ehemaligen Kinosaal auf Mietbasis am Leninplatz 2 übergeben. Durch Herrn Bischof Otto Spülbeck konnte dann am 6. November 1960 die neu ausgebaute Kirche geweiht werden. Mit der eigenen Kirche festigte sich auch das Gemeindeleben, der große Chor wurde stimmlich weiter gefestigt, eine relativ stabile Jugend fand sich zu vielen Jugendabenden ein. Gottesdienste in den Außenstationen kamen dazu. Die Hochfeste des Kirchenjahres wurden stets mit Eifer vorbereitet und gut besucht. Selbständige Pfarrei „St. Michael“ wurden wir am 1.11.1971
Nach dem Weggang von Herrn Pfarrer Melzer kam am 15.1.1981 Herr Pfarrer Gerhard Wagner aus Ronneburg zu uns. Auch hier haben wir ein frohes und besinnliches Gemeindeleben erfahren, was auch viele von uns nicht missen möchten.



Die Kirche St. Michael


Die fortschreitende Baufälligkeit und die zunehmenden Einschränkungen im Grundstück durch den neuen Besitzer führten zu ernsten Bestrebungen, ein eigenes Kirchengrundstück zu erwerben, mit dem Gedanken später an einen Neubau. Das Bischöfliche Ordinariat hat uns hier sehr wohlwollend unterstützt.

Nach der Wende Zuzug von jungen Familien in die ländliche Umgebung von Burgstädt mit guter Verkehrsanbindung und Nähe zur Großstadt.

1996 Erwerb des Grundstückes an der Lessingstraße. Im gleichen Jahr konnten wir durch Bemühungen von Herrn Pfarrer Wagner eine Partnergemeinde aus Aßling bei München gewinnen. Das Zusammenwachsen mit unserer Partnergemeinde wurde durch Besuche und gegenseitigen Schriftverkehr, sowie Kontakte mit Aßlinger Familien gefestigt. Wir haben vielseitige Unterstützung und Hilfe erfahren und spüren dies heute noch.

1997 erhielten wir vom Ordinariat die Genehmigung zum Neubau eines Gemeindezentrums. Die Ausschreibungs-Entwürfe sind dann mit der gesamten Pfarrgemeinde beraten worden. Als Begleitung während der gesamten Bauzeit wurde  zusätzlich ein Baurat gegründet. Alle Bauphasen, wie der 1.Spatenstich, Grundsteinlegung und fertiger Rohbau mit Einschlagen des letzten Nagels durch Herrn Pfarrer Wagner ins Gebälk wurden zu Höhepunkten im Gemeindeleben und vieler Gäste. Ein weiterer Abschnitt kurz vor der Vollendung waren der Glockenguss in Karlsruhe, wo Gläubige aus der Pfarrei dabei waren und die Weihe unserer Glocke durch Herrn Weihbischof Weinhold. Mit einem großen finanziellen Anteil wurden wir durch das Bonifatiuswerk in Paderborn und unserer Partnergemeinde Aßling unterstützt. Eine Gedenktafel erinnert daran.


Der Kirchenraum


Für unseren Herrn Pfarrer Gerhard Wagner war die Einweihung durch Herrn Bischof Joachim Reinelt am 8.5.1999 mit der gesamten Gemeinde und ihren Gästen ein Höhepunkt im Gemeindeleben unserer Pfarrei. Unser Namenspatron der „Heilige Michael“ hat uns durch alle Zeiten die Kraft und den Mut zum Einsatz für unsere Pfarrgemeinde gegeben.

An unserer Kirche wird besonders die Gestaltung und Anordnung der Räumlichkeiten, (Gottesdienstraum erweiterbar durch Öffnung des Gemeinderaumes, großer Hofbereich), sowie die farbenfrohe Ausgestaltung und die angenehmen Temperaturen im Winter bei sparsamsten Energieeinsatz geschätzt. Die Innenausstattung wurde teilweise aus der alten Kirche übernommen (Bänke, Michaels- Bleiglasfenster), oder durch großzügige Spenden (Orgel, Leuchter und Heiligenfiguren) angeschafft.

Die Gemeinde.
Zur Zeit haben wir laut Bistumskartei 600 Gläubige. Von dieser Zahl sind etwa 52% Burgstädter Gemeindeglieder, 18,5% aus Hartmannsdorf und der Rest teilt sich auf die übrigen Orte auf. Der Anteil der jungen Familien mit Kindern nimmt ständig zu. Zum erweiterten Kreis der Kerngemeinde könnte man hochgerechnet in etwa die Hälfte unserer Gläubigen zählen, Stationsgottesdienst findet nur noch in Hartmannsdorf durch Herrn Pfarrer Gemeinde aus Limbach statt. Früher fanden diese auch in Claußnitz, Taura, Wittgensdorf, Hartmannsdorf und Mühlau statt. Territorial erstreckt sich die Gemeinde von Claußnitz über Markersdorf, Köthensdorf, Taura, Stein, Diethensdorf, früher noch Wittgensdorf, über Hartmannsdorf nach Mühlau.
 


Der Pfarrsaal


Unser Gemeindeleben:
Mittwochs und sonntags Feier der Heiligen Messe.
Aktion Sternsinger, Singen der Passion seit über 40 Jahren, Maiandachten, jeden ersten Sonntag im Monat ein Kinder-Gottesdienst parallel zur Hl. Messe, in den Sommermonaten Kindernachmittage, Rosenkranzandachten, Kreuzweg, Krippenspiel, aktive Vorbereitung von Hochfesten im Kirchenjahr. Kirchweihfest, Ökumenische Gottesdienste mit gemeinsamer Vorbereitung in Hartmannsdorf und Burgstädt, sowie Gemeindefest im Sommer, eventuell Ausfahrten mit älteren Gemeindegliedern, viele Feierlichkeiten von unseren Gläubigen, wie z. B. Geburtstage finden in unserem Gemeinderaum statt. 

Besonderheiten der Gemeinde:
Die Burgstädter Pfarrgemeinde hat alle Höhen und Tiefen in Ihrer durchaus langen Geschichte durchlebt, wie aus Missionsgottesdiensten die Pfarrvikarie wurde, danach Erhebung zur Pfarrei, Ausbau zu einer Kirche, Neubau einer Kirche, Beerdigung eines der dienstältesten noch im Amte gestandenen Priesters im Bistum,  Teilabriss von Baulichkeiten der alten Kirche

Die Priester unserer Gemeinde haben stets mit ihrem seelsorgerischem Wirken und ihrem Beispiel die Glieder unserer Gemeinde zur Nachfolge auf dem christlichen Weg begleitet und geführt.

Mit zunehmender Krankheit unseres Herrn Pfarrers war bereits absehbar, dass wir keinen eigenen Pfarrer mehr in unserer Gemeinde haben werden. Aus Befragungen und innerkirchlichen Gründen hatten wir dann den Wunsch geäußert später einmal der Wechselburger Pfarrei anzugehören. Dieses wurde am 1. Februar 2005 als Teilgemeinde von der Gesamtpfarrei „Heilig Kreuz“, Wechselburg Wirklichkeit.

Aus der Gemeinde sind 2 Priester mit jetzigem Sitz in Augsburg und Köln hervorgegangen.

 

 

 

(c) Benediktinerkloster Wechselburg